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Gemalte Hintergründe für Comics

 

Der Grund die Hintergründe in Acryl zu malen war das ich immer das Gefühl habe das Digitale Bilder einen geringeren Wert haben dadurch das sie nicht greifbar sind, mit einem Klick kopiert oder gelöscht und in schier unüberschaubarer Zahl im Internet zu jedem Thema vorhanden sind.

Das Ergebnis verbessert sich objektiv gesehen nicht, es wird eher schlechter, ungenauer, schmutziger und trotzdem bin ich glücklich mit meiner Entscheidung.

 

Am Anfang steht bei mir eine spontane Zeichnung, die sich nicht um Perspektive oder ähnliches kümmert, einzig auf die Tonwerte kann man schon achten dh welche Fläche wird hell und welche dunkel sein und wo ist der stärkste Kontrast zwischen beiden.

So sieht eine Vorzeichnung zu einem Panel bei mir in etwa aus und so sieht die ganze Seite in vorgezeichnet aus.

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Bevor die Fotos zusammengepasst werden lege ich die Perspektive fest, in dem ich 3 Fluchtpunkte setze und Orientierungslinien ziehe.

Wie man sieht kann sich noch eine ganze Menge an Perspektive ändern, hier habe ich mich gegen die frontale Sicht entschieden, da die oft eher langweilig wirkt.

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Im nächsten Schritt suche ich mir Fotos aus meiner gigantischen Fotosammlung von Bangkokfotos, die ich im laufe der Jahre zusammengetragen habe, aus und kombiniere sie so das sie die Szenerie in etwa so wiedergibt wie ich sie mir vorstelle. Bei den Fotos ist es egal ob sie tags oder nachts sind.

Das zusammensuchen der Fotos ist manchmal fast der Teil derArbeit der am meisten Spaß macht, die Fotos biegt und malt man sich mit allen Mitteln so zu recht, das sie etwa hinpassen. Wichtig ist immer das man sie als Werkzeug sieht das darzustellen, das man möchte und sich nicht zu sehr von ihnen verführen lässt:

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In den Jahren, die ich in Bangkok gelebt habe habe ich eigentlich so ziemlich alles fotografiert das da war, weil alles anders war als ich es kannte: jedes Rohr, jede Brücke und jeder Stromkasten hat mich fasziniert. Ein paar der Fotos gibt es hier zu sehen und für alle, die keinen Bock haben sich die Arbeit mit den ganzen Fotos zu machen gibt es inzwischen ja auch Streetview!

Im nächsten Schritt versuche ich alles zu klären und sauber zu machen, dadurch gehen die vielen vielen Details der Fotos verloren, ich konzentriere mich hier möglichst nur auf die Grundformen der Objekte und auf die Flächen. In diesem Schritt gilt es sehr auf die Lesbarkeit zu achten, also das der Betrachter versteht, wo er ist und wie die Objekte arrangiert sind, hier nicht versuchen rumzutricksen, sondern im Gegenteil: aus mehr weniger machen!

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Und so sieht meine immer noch digitale Vorzeichnung aus:

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Der Schritt an dem es dann endlich ins analoge geht ist der Leuchttisch, an dem ich die Linienzeichnungen mit Bleistift auf das Malpapier übertrage:

backrounds_stepbystep1_benjaminmarquardt_e Kopie

Wie ich meine Hintergründe dann mit Acryl weitermale zeige ich in einem anderen Post, damit der hier nicht zu lang wird.

 

 

 

 

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